Montag, 27. August 2012

Die scharmanteste Abmahnung

Mein neues Buch ist da! Ich hab keine Ahnung um was es in dem Buch geht, geschweige denn welches Genre es bedient. Ich weiß nicht ob es gut, spannend oder langweilig ist. Denn eigentlich habe ich es mir nur wegen dem Einband bestellt. Und wegen der ganzen Geschichte drum herum:


Patrick Wensink hat also ein Buch geschrieben "Broken Piano for President" heißt es. Und wenn man sich das Cover anschaut erinnert das einen doch sehr stark an eine Flasche des Whisky-Herstellers aus Tennessee.
Auch den Jack Daniels Herstellern ist das aufgefallen. Doch anstatt ihn offiziell Abzumahnen, schickten sie ihm einen Brief mit der Bitte, das Logo der Bourbon-Destillierie nicht mehr zu verwenden. „ …Absicht wolle man ihm aber keinesfalls unterstellen. Es wäre natürlich schwer, das Buch jetzt noch zurückzuziehen, das sei dem Unternehmen klar. Deswegen reiche es, wenn Wensink sich vorstellen könnte, ab dem Neudruck der nächsten Auflage ein anderes Logo zu verwenden. Fantastisch wäre es natürlich, wenn man auch bei der aktuellen Auflage noch etwas am Cover drehen könnte. Hier sei man bereit, Wensink mit einer angemessenen Summe zu unterstützen. Und natürlich wünsche man ihm weiterhin viel Erfolg beim Schreiben solch schöner Bücher….“
http://www.basicthinking.de/blog/2012/07/24/jack-daniels-erfindet-die-sympathische-abmahnung/

Der Brief erinnert stark an die Werbung der Whisky-Hersteller. Alles braucht seine Zeit, und daher wird nicht mit Abmahnungen, Anwaltskosten und Verboten um sich geworfen, sondern erst mal ein höflicher Brief geschrieben. Corporet Image durch und durch!


Dem Autor gefiel der Brief wohl so gut, der er ihn auf seinem Blog Brokenpianoforpresident.com veröffentlichte. Was sein Buch angeht wird er bei seine jetztige Auflage den Einband nicht verändern, sondern dem Wunsch von Jack Daniels nachkommen und das Cover der zweite Auflage abwandeln.
Das Ganze hat in Bloggerkreisen große Wellen geschlagen und viel Sympathie für die Destillierer hervorgebracht. Ein gutes Beispiel  dafür, das Goliath nicht immer der Böse sein muss, und das Menschlichkeit und ein höflicher Umgang miteinander positiv auf einen zurückfällt.

 
Mir hat die ganze Geschichte so gut gefallen das ich mir ein Buch mit dem Umstrittenen Cover bestellt habe (solange es dies noch gibt). Jetzt bleibt die Frage offen ob ich mir zum Lesen auch ein Gläschen von dem Whisky einschenken werde! J
 

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